Magendrehung

NOTFALL!!!

Bei der Magendrehung dreht sich der Magen einmal um sich selbst.

Blutgefäße, Magenein- und ausgang werden abgeschnürt. Dies hat zur Folge, dass sich der Kreislauf des Tieres schnell verschlechtert und bis zu einem kompletten Kreislaufkollaps führen kann. Gleichzeitig dehnt und bläht sich der Magen durch die sich weiter „abspielenden“ Verdauungsvorgänge enorm auf. Von außen sieht der Hund im Bauchbereich wie ein aufgeblasener Luftballon aus, der sich hart und fest anfühlt.

Symptome einer Magendrehung:

aufgegaster, harter Bauchbereich

Unruhe

starkes Hecheln

Versuch des Erbrechens

Kreislaufkollaps

Wenn Sie den Verdacht einer Magendrehung haben, rufen Sie uns bitte SOFORT an!

Wir weisen nochmal ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei einer Magendrehung um einen absoluten Notfall handelt!

Pyometra (Gebärmutterentzündung)

Eine Pyometra entwickelt sich ca. 3 bis 8 Wochen nach der letzten Läufigkeit. Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Entzündung der Gebärmutter, bei der sich Eiter ansammelt.

Vor allem bei ältere Hündinnen tritt diese Erkrankung auf, doch auch bei jungen Hunden kann eine Gebärmutterentzündung entstehen.

Da sich nach der Läufigkeit der Muttermund der Hündin wieder verschließt, kann der entstandene Eiter nicht mehr abfließen, sodass sich sehr häufig große Mengen Eiter in der Gebärmutter ansammeln. Dies kann zur Folge haben, dass die Gebärmutter dem Druck durch den entstehenden Eiter nicht mehr Stand halten und platzen kann.

In einigen Fällen gibt es auch die sogenannte offene Pyometra, bei der der Muttermund nicht vollständig geschlossen ist, sodass Eiter in kleinen Mengen abfließen kann. Diese Art der Pyometra wird optisch schneller durch den Besitzer erkannt, da die Hündin gelben, meist übel riechenden Ausfluss aus der Scheide hat und vermehrt leckt.

Doch egal um welche Art von Pyometra es sich handelt, wird eine Operation ganz dringend und möglichst schnell empfohlen, da eine unbehandelte Pyometra auch zum Tod der Hündin führen kann.

Symptome einer Pyometra

häufiges Lecken an der Scheide

vermehrte Wasseraufnahme

Fieber

kein Appetit

Apathie

vermehrter Harnabsatz

vergrößerte Scheide

evtl. stark riechender gelblicher Scheidenausfluss

Wenn Ihre Hündin einige dieser genannten Symptome aufweist, oder Sie sich unsicher sind, ob sie diese Symptome zeigt, zögern Sie bitte nicht, uns sofort zu kontaktieren!

Kryptorchismus

Als Kryptorchismus beschreibt man den unvollständigen Hodenabstieg beim Rüden.

Beim gesunden Rüden steigen beide Hoden in der Regel während der sechsten bis achten Lebenswoche in den Hodensack ab. Beeinflusst wird dies je nach Rasse, hormonellen, ernährungsbedingten und genetischen Einflüssen.

Erreicht einer oder sogar zwei Hoden den Hodensack nicht, spricht man von einem Kryptorchismus (als Krankheit) und von einem Kryptorchiden (Bezeichnung des Rüden)

Hierbei sind zwei Arten zu unterscheiden:

Liegt ein Hoden in der Leiste, spricht man von einem inguinalen Kryptorchismus.

Oft kann man diesen Hoden fühlen.

Als abdominalen Kryptorchismus bezeichnet man es, wenn der Hoden weder im Hodensack noch in der Leiste vorhanden ist. Dann befindet sich der Hoden noch im Bauchraum.

Kryptorchismus ist eine vererbbare Krankheit. Rüden, bei denen nicht beide Hoden im Hodensack vorhanden sind, sollten daher von der Zucht ausgeschlossen werden.

Als besonderen Rat empfehlen wir dringend, die Kastration des Tieres, denn der Hoden, der sich nicht im Hodensack befindet, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich zu entarten und so Tumoren zu bilden.