Kastration einer Hündin

Bei der Hündin gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man entfernt die Eierstöcke oder Eierstöcke UND Gebärmutter.

In der Regel reicht es aus, nur die Eierstöcke zu entfernen. Es werden keine Hormone mehr gebildet und das Risiko einer Scheinschwangerschaft, Bildung von Mammatumoren und Entstehung einer Pyometra werden gesenkt.

Bei der Kastration Ihrer Hündin wird in unserer Klinik sehr viel Wert darauf gelegt, den Eingriff so wenig traumatisch wie nur möglich durchzuführen. Dies bedeutet, dass durch eine spezielle Hakentechnik die OP-Wunde so klein wie möglich gehalten wird.

Die Methode ist fast vergleichbar mit der minimal-invasiven Kastration (auch bekannt unter dem Ausdruck „Kastration mittels Endoskopie“), bei der aber drei Schnitte in die Bauchdecke gemacht werden, wogegen unser Chirurg lediglich einen kleinen Schnitt macht und mit Hilfe eines speziellen Hakens die Eileiter hervor zieht, die Eierstöcke abbindet und anschließend entfernt.

Wird jedoch bei dieser OP festgestellt, dass Die Gebärmutter verändert ist, wird diese mit entfernt. Der Schnitt in die Bauchdecke wird dadurch nicht zwingend größer.

Nach der OP bekommt Ihre Hündin Antibiose und Schmerzmittel und darf in der Regel noch am selben Tag nach Hause.

Voraussetzung ist eine gute Aufwachphase und ein stabiler Kreislauf.

Nach 10 Tagen werden die Fäden gezogen. Bis dahin sollten Sie Ihre Hündin nicht lecken, springen, ins Wasser und mit anderen Hunden spielen lassen.

Falls Sie bemerken sollten, dass sie vermehrt an der Wunde leckt, sollten Sie ihr einen Leckschutz in Form eines Halskragens oder mit Hilfe eines T- Shirts das Lecken unterbinden.