Kryptorchismus

Als Kryptorchismus beschreibt man den unvollständigen Hodenabstieg beim Rüden.

Beim gesunden Rüden steigen beide Hoden in der Regel während der sechsten bis achten Lebenswoche in den Hodensack ab. Beeinflusst wird dies je nach Rasse, hormonellen, ernährungsbedingten und genetischen Einflüssen.

Erreicht einer oder sogar zwei Hoden den Hodensack nicht, spricht man von einem Kryptorchismus (als Krankheit) und von einem Kryptorchiden (Bezeichnung des Rüden)

Hierbei sind zwei Arten zu unterscheiden:

Liegt ein Hoden in der Leiste, spricht man von einem inguinalen Kryptorchismus.

Oft kann man diesen Hoden fühlen.

Als abdominalen Kryptorchismus bezeichnet man es, wenn der Hoden weder im Hodensack noch in der Leiste vorhanden ist. Dann befindet sich der Hoden noch im Bauchraum.

Kryptorchismus ist eine vererbbare Krankheit. Rüden, bei denen nicht beide Hoden im Hodensack vorhanden sind, sollten daher von der Zucht ausgeschlossen werden.

Als besonderen Rat empfehlen wir dringend, die Kastration des Tieres, denn der Hoden, der sich nicht im Hodensack befindet, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich zu entarten und so Tumoren zu bilden.